Wenn Sie als Patient nicht für jeden Handschlag Ihres Zahnarztes dazu bezahlen wollen - immerhin sind sie gut versichert und zahlen dafür nicht zu knapp - stellt sich früher oder später die Frage: „Eine neue Amalgamfüllung, Herr Doktor? Das passt gar nicht zu Ihrer modernen Behandlung. Ist das nicht verboten, ist das nicht krebserregend?“


Leider nicht. Trotz intensiver Forschung konnte nicht festgestellt werden, dass Amalgamfüllungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit oder das Wohlbefinden haben. Insbesondere die Hersteller von alternativen Füllungsmaterialen (z.B. Komposit) haben SEHR viel Geld in diese Forschung investiert, jedoch konnte keine Forschungsgruppe in den letzten 50 Jahren die gewünschten Beweise liefern, bei vielen Studien kam gar das Gegenteil heraus. Auch FDI (World Dental Federation) und ganz aktuell der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken der Europäischen Kommission stufen Amalgam als wenig bedenklich ein. Amalgamfüllungen geben weniger Stoffe in den Körper ab, als Kunststofffüllungen.


Fakt ist:

  1. -Träger von Amalgamfüllungen haben nachweislich erhöhte Queksilber-Einlagerungen in nahezu allen inneren Organen, insbesondere in Leber, Niere und im Gehirn. Man kann aus einer Organprobe sogar sicher die Zahl der Amalgamfüllungen im Mund berechnen.

  2. -Kleinkinder und Schwangere sollen nicht mit Amalgam behandelt werden.

  3. -Zahnarztpraxen müssen mit aufwendigen Abwasserfilter-Anlagen ausgestattet sein. Kein Körnchen Amalgam darf ins Abwasser oder in den Müll wandern, ansonsten drohen hohe Strafen. Die Filter und Amalgamreste sind als Sondermüll zu behandeln.


Fakt ist aber auch, dass die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und den meisten anderen Industrienationen Amalgam empfehlen und auch nur dieses vollständig bezahlen. Warum?

  1. -Amalgam ist sehr preiswert.

  2. -Amalgamfüllungen können sehr schnell und sicher angefertigt werden.

  3. -Mit Amalgam können größere Löcher gefüllt werden, als mit anderen Füllungsmaterialien.

  4. -Amalgam ist „bewährt“. Schon seit Jahrzehnten werden Amalgamfüllungen gelegt und beobachtet. „Man weiss, was man hat.“

  5. -Amalgamfüllungen halten in der Regel sehr lange.

  6. -Kältempfindlichkeiten und Schmerzen direkt nach dem Legen einer neuen Amalgamfüllung sind seltener als bei z.B. einer Kompositfüllung.

  7. -Kariesbakterien können sich direkt auf oder neben einer Amalgamfüllung schlechter vermehren, ganz im Gegensatz zu Kompositfüllungen. Diese haben eine bis zu 3,5-mal höhere Sekundärkariesrate als Amalgamfüllungen.

  8. -Amalgamfüllungen sind weniger techniksensibel - sie können schnell und sicher angefertigt werden, selbst bei nicht idealen Bedingungen (Füllung weit hinten, eingeschränkte Mundöffnung, unruhiger Patient..) Es ist viel weniger kompliziert als z.B. das Legen einer Kompositfüllung oder gar das Anfertigen eines Keramikinlays.


Wer also keine Bedenken hat und sich nicht an einer silberfarbenen bis schwarzen Füllung stört, kann mit einer Amalgamfüllung durchaus gut versorgt sein. Wir wollen fair sein und unserer Verpflichtung nachkommen, Sie auch dann sicher und dauerhaft zu versorgen, wenn Sie zuzahlungsfreie Füllungen wünschen. Wir beraten Sie gerne, auch über alle möglichen Alternativen.

 

Amalgam - Giftig oder Standard?